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04. Juli 2026
Beratung

Medikamente und Hitze: Was bei der Lagerung im Sommer zu beachten ist

Im Sommer steigen die Temperaturen. Was dabei oft unterschätzt wird: Viele Arzneimittel reagieren empfindlich auf Wärme. Falsche Lagerung kann die Wirksamkeit beeinträchtigen, ohne dass dies von außen erkennbar ist.

Warum Hitze ein Problem sein kann

Die meisten Arzneimittel sind bis maximal 25 Grad ausgelegt. Bei Hitze können sich Wirkstoffe zersetzen, Darreichungsformen verändern oder Hilfsstoffe instabil werden. Besonders betroffen sind Zäpfchen, Cremes, Salben und Insuline. Das Tückische: Die Veränderung ist nicht immer sichtbar. Ein Arzneimittel kann unverändert aussehen und dennoch in seiner Wirksamkeit beeinträchtigt sein.
Welche Arzneimittel besonders empfindlich sind
  • Insuline und andere biologische Arzneimittel, die durchgängige Kühlung erfordern
  • Zäpfchen und Suppositorien, die bei Wärme schmelzen
  • Cremes und Salben, deren Konsistenz sich bei Hitze verändern kann
  • Pflaster mit Wirkstoffdepot, bei denen Hitze die Freisetzungsrate beeinflusst
  • Sprays und Dosieraerosole, die unter Druck stehen
  • Bestimmte Augentropfen und Nasensprays, die nach Anbruch nicht mehr gekühlt werden dürfen und dadurch nur noch begrenzt haltbar sind
Häufige Fehler im Alltag
Arzneimittel werden im Auto vergessen – und das nicht nur im Sommer. Im Handschuhfach oder auf der Hutablage können bei Sonneneinstrahlung auch im Frühling oder Herbst Temperaturen von 50 Grad und mehr erreicht werden, im Winter kann es im Auto dagegen frieren. Auch direkte Sonneneinstrahlung oder eine ungekühlte Handtasche am Strand sind problematisch.
Nicht alles gehört in den Kühlschrank
Umgekehrt ist zu starke Kühlung nicht immer richtig. In den Kühlschrank gehören wirklich nur Arzneimittel, die laut Packungsbeilage bei 2–8 Grad gelagert werden müssen. Bei vielen anderen Arzneimitteln kann die Lagerung im Kühlschrank die Haltbarkeit sogar negativ beeinflussen – dort ist es feuchter, als es vielen Arzneimitteln guttut. Besonders bei Cremes, Lösungen und Salben spielt das eine Rolle: Die enthaltenen Konservierungsstoffe sind meist auf 20–25 Grad ausgelegt und wirken bei 2–8 Grad anders, was wiederum die Haltbarkeit beeinflussen kann. Erfahrungsgemäß stellen viele Patientinnen und Patienten sicherheitshalber alles in den Kühlschrank – davon raten wir ausdrücklich ab. Im Zweifel gilt: erst in der Packungsbeilage nachsehen oder in der Apotheke nachfragen.
Was eine Beratung klären kann
Bei Unsicherheiten zur korrekten Lagerung hilft ein Gespräch in der Apotheke. Dort lässt sich klären, welche Arzneimittel besonders hitzeempfindlich sind und ob ein Arzneimittel nach Hitzeeinwirkung noch verwendet werden sollte.
Beratung zur Arzneimittellagerung in der Drachen Apotheke Murnau
In der Drachen Apotheke Murnau kann im persönlichen Gespräch geklärt werden, welche Arzneimittel besondere Aufmerksamkeit bei der Lagerung erfordern. Gerade vor Reisen oder in Phasen mit hohen Temperaturen ist eine kurze Rücksprache sinnvoll.
Häufig gestellte Fragen:
Ab welcher Temperatur wird es kritisch?
Darf ich Medikamente im Auto lassen?
Woran erkenne ich Hitzeschäden?
Wo kann ich mich beraten lassen?
Drachen Apotheke Johannisstraße 17, 82418 Murnau Tel.: 08841 - 67 25 66 Fax: 08841 - 67 25 68 info@drachenapo.de
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